Meine Philosophie

Was Sie erwartet und wie ich arbeite.

Von mir bekommen Sie keine Verhaltensvorschläge, Umdenkstrategien, fertige Lösungen oder Patentrezepte, denn es gibt keinen Fahrstuhl zum Glück. Man muss eben die Treppe nehmen. So sehr ich den Wunsch nach einem Fahrstuhl auch verstehen kann, manchmal im Leben habe ich mir selbst einen gewünscht.

Vom Anfang unserer Begegnung an ist es mir wichtig, in welchem Rahmen Sie sich sicher und wohl fühlen. Im Gespräch sortieren wir zunächst in aller Ruhe, worum es genau geht und was Sie verändern oder erreichen möchten. Letzteres lässt sich am Anfang manchmal noch nicht ganz genau benennen, dennoch ist es wichtig, eine Richtung zu haben.

Nicht immer, aber manchmal zeigen sich im Verlauf noch andere als das ursprüngliche Thema, mit dem Sie zu mir kamen. Wir gehen nur soweit, wie Sie es sich zutrauen oder wie Sie gerade können, wählen den Weg gemeinsam und passen diesen und das Tempo jeweils an. Hin und wieder braucht es auch liebevolle Schubser, um wieder in Bewegung zu kommen. Grundsätzlich gibt es bei mir kein entweder-oder, sondern vielmehr ein sowohl-als auch. Es darf beides sein: dunkel und hell, schattig und licht, grau und farbig, einfach und komplex, leicht und mühevoll, schwach und stark, leise und laut, ernst und humorvoll, schüchtern und mutig...

„Versuche nie, jemanden so zu formen, wie Du selber bist. Du solltest wissen, dass einer von Deiner Sorte reicht.“

(Ralph Waldo Emerson)

Dieses Zitat hat mich einmal – nach anfänglichem Amüsement – sehr nachdenklich gestimmt und auch in meinem Leben einen Perspektivwechsel bewirkt. Davon ausgehend richte ich den Blick wertfrei auf Sie, auf das, was Sie gerade brauchen und was für Sie gerade möglich ist.
Oft entscheidet man sich sehr lange nicht für Begleitung oder Unterstützung aus dem Glauben heraus, man werde es schon irgendwie noch alleine schaffen oder es ginge einem noch nicht schlecht genug. Aus meiner Sicht hat jeder sein eigenes Maß an Verzweiflung, Angst oder Schmerz. Was für den einen wie eine Kleinigkeit scheint, bedeutet für den anderen die Welt. Es ist individuell, was zum jeweiligen Zeitpunkt vom jeweiligen Menschen zu bewältigen ist. Es ist also sowohl von Mensch zu Mensch, als auch zu verschiedenen Zeitpunkten bei einem Menschen unterschiedlich, welchen Weg und in welchem Tempo er gehen kann und möchte. Und da wir für viele Aspekte in uns natürlicherweise „blind“ sind, kommen wir in diesen allein einfach nicht weiter und drehen uns stattdessen nur im Kreis.

„Es braucht also zwei, damit sich einer erkennt.“

In Ihrem ganz eigenen Rhythmus begleite und unterstütze ich Sie auf Ihrem persönlichen Weg, ihrer ganz eigenen Reise, manchmal in mehreren Schleifen durch verschiedene Ebenen – auch bis zum Kern und zu den Wurzeln –, manchmal sehr gezielt und punktuell, und wenn Sie es wünschen gebe ich hin und wieder Impulse. Damit verbunden ist für mich auch dieser Leitgedanke:

„Behandle andere nicht so, wie Du behandelt werden möchtest, sondern so, wie sie behandelt werden möchten.“

So biete ich Ihnen den Raum, sich mit mir an Ihrer Seite zu orientieren im Wald voller Bäume und aufzumachen in die Zwischenräume. Ihr Herz zu öffnen und zu fühlen. Einen HerzensRaum in sich selbst zu ent-decken, um so die Verarbeitung der eigenen Lebens- und Erfahrungsgeschichte Schritt für Schritt zu erleichtern, sich im Hier und Jetzt zu festigen, um zuversichtlich, kraftvoll und befreit den Blick in die Zukunft richten zu können – das, worum es für mich in der Therapie oder beim Lösen von inneren Blockaden bzw. gefühlten Barrieren geht.
Es geht also nicht darum, Symptome oder Probleme einfach „wegzumachen“, umzudenken oder buchstäblich loszulassen, sondern sie zunächst einmal anzuerkennen und anzunehmen, um sie integrieren zu können und so zu reduzieren oder gar aufzulösen.
Etwas loslassen bedeutet für mich nicht, es loszuwerden. Etwas loslassen bedeutet für mich, es sein zu lassen. Still zu werden, Kraft zu sammeln, Impulse wahrzunehmen, zu fühlen und dann dem passenden Impuls folgend (neu) zu starten oder zu vollenden. Erst integrieren, dann initiieren. Oft geht es dabei zunächst um Verlangsamen und feines Wahrnehmen.
Dabei bin ich ganz präsent an Ihrer Seite und begleite Sie behutsam und feinfühlig mit wohlwollendem Blick auf Ihrer wunder-vollen Reise zu sich selbst und der Ihnen bereits innewohnenden Lebenskraft (so verschüttet diese auch erscheinen mag) – ob durch Chaos, ob bis zum „Bodensatz“ in die Tiefe, vielleicht ist es aber auch „viel-leichter“.

 

Was möglich ist.

Bei mir dürfen Sie im Gespräch reflektieren, die Perspektive verändern, sich in Übungen ausprobieren, den Ort wechseln zwischen drinnen und draußen, sitzen, liegen, stehen oder in Bewegung kommen, in ihren Körper hineinspüren, etwas brauchen, Gefühle zeigen, neugierig sein, erforschen, Ängste äußern, skeptisch sein, fragen. Oder einfach still werden und wahrnehmen und sein…
Manchmal entsteht dann eine Leere, die zunächst unangenehm scheint, doch aus meiner Erfahrung füllt sich diese Leere im Verlauf ganz neu und wunder-volles kann entstehen. Als Basis sozusagen, von der aus entdecken, erforschen, entwickeln, erweitern und neu erfinden (wieder) möglich ist.